02/11/2015

Turnier des Jahres: Luhmühlen


Luhmühlen Best Event Eventing

Das bekannte und traditionsreiche Jahrbuch des Pferdesports, L'Année Hippique des holländischen Herausgebers BCM, bietet jedes Jahr seinen Lesern und den Abonnenten der Zeitschrift Horse International sowie den internationalen Clubs der Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsreiter und Offiziellen die Gelegenheit, die besten Sportler und Veranstalter der unterschiedlichen Disziplinen (Dressur, Springen, Vielseitigkeit) zu küren. Die Auszeichnung für das beste Vielseitigkeitsturnier 2015 geht an: LUHMÜHLEN!



In den vergangenen Jahren war Luhmühlen immer mal wieder unter den Top drei geführt und in diesem Jahr ist es nun gelungen, an der starken britischen Konkurrenz vorbeizuziehen. „Als beste Veranstaltung Vielseitigkeit 2015 ausgezeichnet zu werden ist eine ganz besondere Ehre und eine Auszeichnung für unsere langjährige Zusammenarbeit als großes Team. Zudem ist es ein Dank an all unsere Sponsoren, die das Turnier unterstützen. Gern nehmen wir die Auszeichnung auch als Herausforderung an, Luhmühlen für die Reiter, ihre großartigen Pferde und die vielen Zuschauer ständig weiter zu entwickeln“, sagt TGL-Geschäftsführerin Julia Otto.


Verstärkt mit viel Glück und PS in 2016

Die Langzeitverträge mit DHL, dem Generalsponsor und Prüfungssponsor der Vier-Sterne-Prüfung und den Hauptsponsoren Meßmer, die mit der gleichnamigen Teemarke auch Prüfungssponsor der Drei-Sterne-Prüfung sind, dem englischen Reitsportausrüster Charles Owen und dem Schweizer Uhrenhersteller Longines als offizieller Zeitnehmer, stellen das Turnier weiterhin auf eine erfolgreiche breite Basis und ermöglichen Planungssicherheit. 2016 werden diese Partner nun verstärkt durch das Engagement von Lotto Niedersachsen als weiteren Hauptsponsor. Nach dem diesjährigen gelungenen Einstieg erweitert außerdem das Hamburger Autohaus Krüll Premium Cars, mit den Marken Range Rover und Jaguar, seinen Unternehmensauftritt mit vielen Pferdestärken.


Luhmühlen #OnRoadToRio

2016 ist das Jahr der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro. Luhmühlen wird eine wichtige Station der deutschen und internationalen Reiter auf dem Weg nach Brasilien sein. Nachdem die Luhmühlen-Siegerin Ingrid Klimke die FEI Classics™ 2014/2015 gewonnen hat, ist Luhmühlen auch im kommenden Jahr mit dem von DHL präsentierten CCI**** Teil der FEI Classics™ 2015/2016, welche mit den diesjährigen Herbstturnieren im französischen Pau und im australischen Adelaide die Serienwertung wieder aktiviert hat. In der CIC3* Meßmer Trophy wird erneut der Deutsche Meister ermittelt.

… Apropos Olympia: Luhmühlen schaut gespannt auf die Hamburger Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2024 und das anstehende Referendum im November!

Bericht: Dr. Friederike Stüvel-Huck | Presse-Luhmühlen
Bild: Thomas Ix




21/06/2015

Die Luhmühlener Endergebnisse ...


CCI**** => [Endergebnis]
CIC*** => [Endergebnis]
DM => [Endergebnis]



21/06/2015

Andreas Ostholt gewinnt die CIC*** Meßmer Trophy und wird Deutscher Meister


Die letzte Stange fiel, doch der Vorsprung reichte aus. Neuer Deutscher Meister und Sieger der CIC*** Meßmer Trophy ist Andreas Ostholt (GER) mit So is Et (41,80). Platz zwei und drei gehen an Ingrid Klimke (GER) mit Horseware Hale Bob (43,60) und Peter Thomsen (GER) mit Horsesware’s Barny (48,20).



Im abschließenden Springen der Drei-Sterne-Prüfung konnten Andreas Ostholt und So is Et ihre Führung behaupten. Ein paar Mal klapperte es bedenklich, doch bis auf den letzten Oxer blieben alle Stangen in den Auflagen. Der Parcours von Heiko Wahlers war anspruchsvoll. Relativ viele Springfehler mischten das Geländeergebnis neu. So fiel die bis dato auf dem zweiten Platz liegende Pia Münker auf den siebten und die bislang auf dem dritten Platz rangierende Jonelle Price auf den fünften Platz zurück.

Andreas Ostholt wusste vor dem Springen, dass er sich einen Fehler erlauben durfte – jedoch nicht mehr: „Ich wusste, dass die Zeit sehr knapp war – insofern habe ich auf dem Weg zum letzten Sprung lieber einen Springfehler in Kauf genommen, als einen Spring- und einen Zeitfehler. Während der Siegerehrung drückte der Sportsoldat seine Freude über ein gelungenes Wochenende aus: „Ich möchte mich bei der Turniergesellschaft bedanken. Wir hatten alle eine wahnsinnig tolle Woche hier. Traumhaftes Wetter und perfekte Bedingungen und vor allem tolle Zuschauer, die spürbar mitgefiebert und uns angefeuert haben.“ In der abschließenden Pressekonferenz dankte der Sportsoldat ganz besonders Hans Günter Winkler. Die Springsportlegende war in diesem Jahr persönlich zu Gast in Luhmühlen: „Ich freue mich besonders, dass Hans Günter Winkler mich hier unterstützt hat. Zuletzt war er 1960 hier, damals als Teilnehmer. Er hat den Vielseitigkeitssport früher etwas belächelt insofern freue ich mich umso mehr, dass er sich dem Team Ostholt zugehörig fühlt.“

Ingrid Klimke zeigte auch mit Horseware Hale Bob eine absolut souveräne Vorstellung im Parcours: „Bobby sprang super. Er war schon auf dem Abreiteplatz sehr griffig und hat sogar ein paar Bocksprünge absolviert. Ich reite mit ihm auch viele Springprüfungen und sehr gerne Zeitspringen. Insofern habe ich mir gedacht, ich reite den Parcours heute wie ein Stechen.“

Peter Thomsen hat sich kontinuierlich in den letzten Tagen nach vorne gearbeitet: „Sicher bin ich sehr zufrieden mit der Leistung meines Pferdes und freue mich über die Bronzemedaille. Doch für den Deutschen Meistertitel muss man einfach noch besser sein. Unsere Dressur war ausbaufähig, im Gelände hatte ich ein paar Zeitfehler und im abschließenden Springen hatte ich auch einen Abwurf.“

Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bild: Thomas Ix




21/06/2015

Ingrid Klimke ist unsere Vier-Sterne-Siegerin!


Die Favoriten hielten auch im abschließenden Springen dem Druck stand und blieben allesamt ohne Fehler innerhalb der erlaubten Zeit. Mit einem absolut souveränen Ritt ohne jeglichen Stangenkontakt konnten Ingrid Klimke (GER) und FRH Escada JS den Sieg in der Vier-Sterne-Prüfung mit ihrem phänomenalen Dressurergebnis von 32,70 für sich entscheiden. Mit nur 0,1 Punkten Differenz sicherte sich Jonelle Price (NZL) auf Faerie Dianimo den zweiten Platz. Weniger als einen Springfehler entfernt platzierten sich Michael Jung (GER) und La Biosthetique Sam FBW mit 34,20 Punkten auf dem dritten Rang.



Aufgrund des nahe zusammenliegenden Spitzenfeldes war das abschließende Springen absolut nervenaufreibend. Die ersten fünf Paare durften sich keinen Springfehler erlauben. Die Spannung auf dem Platz war nahezu greifbar. Auf absolute Ruhe folgte immer wieder begeisterter Applaus. Ingrid Klimke war nach ihrem Sieg absolut überwältigt und bedankte sich noch im Parcours überschwänglich bei ihrem Pferd und in der anschließenden Siegerehrung beim Luhmühlener Publikum: „Ich möchte mich für das fantastische Wochenende bedanken. Bei den Organisatoren, den zahlreichen Helfern, den Sponsoren und auch bei den Zuschauern, die uns das ganze Wochenende angefeuert haben. Bitte kommen sie wieder und unterstützen sie uns weiterhin.“

Der Sieg von Ingrid Klimke ist in mehrfacher Hinsicht besonders emotional. Vor 56 Jahren gewann ihr Vater, Dr. Reiner Klimke hier in Luhmühlen. Ihre elfjährige Hannoveraner Stute Escada von Embassy ist ein von Jürgen Stuhtmann in Luhmühlen gezogenes Pferd: „Es sollte einfach alles so sein. Escada war fantastisch und ich bin echt gerührt. Ohne sie und ohne mein Team wäre ich nicht hier. Das abschließende Springen war ein toller Abschluss für dieses außergewöhnliche Wochenende. Sie hat nicht eine Stange berührt und so unglaublich viel Vermögen.“

Auch die zweitplatzierte Jonelle Price war begeistert von ihrer Stute Faerie Dianimo: „Ich hatte schon gemischte Gefühle vor dem Springen. Mein Pferd hat so viel Qualität und das ist natürlich irgendwie beruhigend. Andererseits weiß ich genau, dass ein Fehler dann komplett auf meine Kappe geht. Insofern ist dann doch ein großer Druck da, alles richtig zu machen. Die Zeit war sehr knapp und im Parcours schnell zu reiten ist nicht gerade meine Stärke. Deshalb bin ich besonders froh, dass wir ohne Fehler geblieben sind. Die Topreiter sind wirklich außergewöhnlich und ich bin sehr stolz, dass ich heute eine von ihnen sein konnte.“

Heute blieb Doppelolympiasieger Michael Jung hinter den Amazonen: „Ich hatte natürlich gehofft, mich noch nach vorne zu arbeiten aber ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meines Pferdes. Die beiden Damen sind hervorragend geritten und haben den Sieg und den zweiten Platz wirklich verdient.“

Veranstalterin Julia Otto blickt auf ein bewegtes Jahr zurück und bedankte sich bei ihrem Team und den Sponsoren für die große Unterstützung. Ihr besonderer Dank galt den Reitern: „Ihr habt so eine tolle Leistung gezeigt und es hat so viel Spaß gemacht euch zuzusehen. Sowohl gestern im Gelände als auch heute im Springen habt ihr uns zum Strahlen gebracht. Über das gesamte Wochenende haben wir 27.000 Zuschauer hier begrüßt – eure Fans.“

Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bild: Ingo Waechter | WaechterImages




20/06/2015

Andreas Ostholt und So is et im Gelände





20/06/2015

Andreas Ostholt führt nach Gelände im CIC*** und der DM




Mit einer routinierten und schnellen Geländerunde setzte sich Andreas Ostholt (GER) mit So is Et (Bild oben / by Ingo Waechter) an die Spitze der Drei-Sterne-Prüfung und der Deutschen Meisterschaft (37,80). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Pia Münker (GER) mit Louis M (38,20) und Jonelle Price (NZL) mit Cloud Dancer (43,20).

Andreas Ostholt und So is Et haben einen traumhaften Geländeritt gezeigt: „Mir hat der Kurs schon beim Abgehen gefallen. Es gab ein paar Herausforderungen, die mein Pferd aber souverän gemeistert hat. Die Zeit war allerdings extrem knapp, das hatte ich nicht erwartet. Ich freue mich wahnsinnig vor dem morgigen Springen in Führung zu liegen und das habe ich vor allem meinem tollen Pferd zu verdanken. Er hat mich trotz Erkältung sicher durch das Gelände getragen und musste für uns beide die Augen offen halten.“



Auch Pia Münker (Bild oben / by Ingo Waechter) war sehr zufrieden: „Der Geländekurs hat wirklich Spaß gemacht und Louis hat mir ein tolles Gefühl gegeben. Er sprang super und voll konzentriert, so konnte ich überall geradeaus den direkten Weg reiten. Ich bin super stolz auf unsere Leistung.“



Jonelle Price (Bild oben / by Thomas Ix)konnte auch mit ihrem zweiten Pferd, dem erst achtjährigen Cloud Dancer eine ausgesprochen sichere Runde abliefern: „Mein Pferd ist hier die erste Drei-Sterne-Prüfung gelaufen und war einfach hervorragend, ich bin absolut glücklich mit seiner Leistung. Er ist ein noch recht unerfahrenes Pferd. Es war eine neue Herausforderung und tolle Erfahrung für ihn. Hier in Luhmühlen geht er zum ersten Mal eine Drei-Tages-Prüfung, insofern bin ich gespannt, wie er das morgige Springen meistert.“

Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bilder: Ingo Waechter + Thomas Ix


20/06/2015

FEI-TV => der Geländetag des CCI****





20/06/2015

Ingrid Klimke nach dem Gelände in Führung des CCI****




Mit einer imponierenden Nullrunde setzte sich Ingrid Klimke (GER) mit ihrer Stute FRH Escada JS (Bild oben) an die Spitze des Vier-Sterne-Feldes (32,70). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Jonelle Price (NZL) mit Faerie Dianimo (32,80) und Michael Jung (GER) mit La Biosthetique Sam FBW (34,20).

Direkt nach ihrem fantastischen Geländeritt war die erfolgreiche Amazone voll des Lobes für ihr Pferd: „Ich bin total glücklich, sie war superfit und hat mir ein fantastisches Gefühl gegeben. Die Strecke war toll zu reiten, der Boden perfekt und das Publikum hat uns beflügelt. Der Kurs war anspruchsvoll. Vor allem die Wasserkomplexe und die Kombination kurz vor dem Ziel erforderten volle Konzentration. Escada war unglaublich: motiviert und traumhaft zu reiten. Sie ist wahnsinnig sprunggewaltig und dabei clever. Selbst die großen Aufgaben meistert sie lässig und mit großer Selbstverständlichkeit.“ Der geringe Abstand zu den nächstrangierten Paaren verspricht ein spannendes Abschlussspringen. Doch Ingrid Klimke ist sich der Qualität ihrer Stute bewusst: „Escada hat so viel Vermögen und hat sich im Training so gut gezeigt, dass ich mir keine Sorgen mache. Mein Trainer ist Kurt Gravemeier. Er hat mir versprochen morgen zu kommen, wenn ich unter den ersten drei liege, um mir beim Abspringen zu helfen. Ich habe ihn angerufen und ihm gesagt, dass er schon mal sein Auto tanken soll.“



Jonelle Price (Bild oben) war ebenfalls begeistert von der Leistung ihrer „kleinen Stute“ Faerie Dianimo: „Heute ritt sie sich wie ein richtiges Vier-Sterne-Pferd. Ich hatte noch nie so ein außergewöhnliches Pferd, das in allen drei Disziplinen ausgezeichnete Fähigkeiten hat. Im Stall ist sie eine kleine Diva – ihr Stallname ist Prinzessin. Doch der Aufwand, sie auf meine Seite zu bringen, hat sich wirklich gelohnt. Als wir in Pau unsere Vier-Sterne-Premiere hatten, war sie noch relativ grün und ist in der Zwischenzeit wirklich gereift. Sie flog förmlich durch das Gelände und war außerordentlich. Mehr kann man sich nicht wünschen. Ich freue mich über diese gute Position vor dem morgigen Springen, denn auch diese Disziplin liegt ihr sehr. Jetzt muss ich nur meinen Job gut machen.“



Direkt hinter den beiden Amazonen liegt Michael Jung (Bild oben). Er ist ebenfalls weniger als einen Springfehler von Ingrid Klimke entfernt: „La Biosthetique Sam ließ sich von Anfang an optimal reiten und hat super auf meine Hilfen reagiert. Wir hatten den ganzen Kurs über Spaß. Es war eine sehr positive Strecke mit optimalen Bedingungen.“

Reaktionen der Reiter direkt nach dem Gelände – Interview im Ziel

Michael Jung: „Die Bedingungen waren einfach perfekt. Sam ist gerade in einer Superform und hat es mir richtig einfach gemacht, gut durch das Gelände zu reiten. Es hat einfach alles super funktioniert. Jedes Signal was ich ihm gebe, setzt er innerhalb eines Bruchteils von Sekunden um und weiß sofort was er machen soll, er hätte dreimal durch das Gelände laufen können, so fit war er. Die ganze Strecke hat einfach nur Spaß gemacht!“

Julien Despontin: „Mein Pferd hat ziemlich früh ein Eisen verloren, dadurch habe ich in jeder Kurve ein paar Sekunden verloren. Ein riesengroßer Dank geht an die Zuschauer. Sie waren super und haben uns durch den Kurs getragen. Es war ein toller Ritt. Am Anfang war Waldano sehr griffig aber in der zweiten Hälfte war das schon viel besser. Ich wusste, dass ich nicht in der Zeit ins Ziel reiten werde. Mein Pferd ist kein Vollblüter sondern hat eine reine Dressurabstammung. Seine Leistung war grandios.“

Claas Hermann Romeike: „Ich hatte am Meßmer-Teich alle Hände voll zu tun, kam ziemlich schnell über die Hecke und wollte eigentlich einen Galoppsprung mehr zum Einsprung reiten. Dann habe ich Cato einfach machen lassen und ihn groß losspringen lassen. Er ist ein Traumgeländepferd, manchmal etwas stark – aber das zeichnet ihn im Gelände aus. Das war mein erstes Vier-Sterne-Gelände aber mit diesem tollen Pferd hat alles super geklappt und Spaß gemacht!“

Mark Todd: “Ich hatte so viel Spaß wie seit langem nicht mehr. Er flog förmlich über die flüssig zu reitende Strecke und hat mir nicht einen Moment ein schlechtes Gefühl gegeben. Jetzt freue ich mich auf das Springen.“

Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bilder: Thomas Ix


19/06/2015

Julian Despotin bleibt in Führung des CCI****


Julien Despotin (BEL) geht morgen mit seinem Hannoveraner Wallach Waldano als Führender in das Vier-Sterne-Gelände (31,9). Ingrid Klimke und FRH Escada JS (Bild unten) liegen momentan auf Rang zwei (32,70). Knapp dahinter folgt Jonelle Price (NZL) auf Faerie Dianimo (32,80).



Julien war voller Lob für seinen 14-jährigen Sportpartner: „Er hat super brav mitgemacht und sich die ganze Aufgabe hindurch konzentriert. Dressur ist einfach seine Stärke und es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten. Jetzt freue ich mich richtig auf das Gelände. Der Kurs ist fair aber nicht zu unterschätzen und mein Ziel ist, den Tag mit einer schönen Runde zu beenden und Waldano gesund und munter nach Hause zu reiten. Die Zeit ist dabei völlig zweitrangig.“

Die an zweiter Stelle liegende Ingrid Klimke war von ihrer Dressur mit Escada begeistert: „Die viele Dressurarbeit hat sich bezahlt gemacht. Die Stute war perfekt auf den Punkt vorbereitet, losgelassen und ausdrucksstark. Ich hatte ein super Gefühl und kam sehr gut zum Reiten. Besonders die Trab-Tour hat sich toll angefühlt aber auch im Schritt war sie sehr gelassen. Mein Ziel für morgen ist, null und in der Bestzeit nach Hause zu reiten. Das Gelände ist toll, die Bodenverhältnisse sind jetzt optimal. Dennoch darf man die Aufgaben nicht unterschätzen. Es ist wichtig sich die Kräfte gut einzuteilen, damit man auch am Ende der Strecke genug Reserven im Tank hat, um die letzten Aufgaben souverän zu meistern.“

Jonelle Price (Bild unten) war überrascht von ihrem Superergebnis: „Die Stute ist nicht immer einfach, da sie etwas hitzköpfig sein kann. Ich musste lange daran arbeiten, sie auf meine Seite zu bringen und mit ihr zusammenzuwachsen. Heute waren wir ein Team, sie war noch nie so konstant. Ich weiß, dass sie alle Voraussetzungen mitbringt, um eine ausdrucksstarke Dressur zu gehen. Die Geländestrecke ist sehr schön und nicht zu schwierig. Dies ist nach Pau erst unsere zweite Vier-Sterne-Prüfung und ich freue mich auf eine schöne Runde.“



Bericht: Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bilder: Ingo Waechter


19/06/2015

Pia Münker und Louis M in der Dressur des CIC***





19/06/2015

Pia Münker führt nach der CIC*** Meßmer Trophy Dressur




Mit einer tollen Vorstellung setzte sich heute Pia Münker (GER) mit Louis M und einem Ergebnis von 34,60 Punkten vor Jonelle Price (NZL) mit Cloud Dancer (36,8) und Andreas Ostholt (GER) mit So is Et (37,40) an die Spitze des Feldes der CIC*** Meßmer Trophy.

Als eingespieltes Team, haben Pia und ihr Wallach eine Traumvorstellung abgeliefert: „Louis ist in einer tollen Verfassung und er war extrem gelassen im Dressurviereck, damit hatte ich eigentlich gar nicht gerechnet. Ich bin super zufrieden mit seiner Leistung und freue mich nun auf das morgige Gelände. Der Kurs ist sehr schön gebaut und es gibt genug zu springen. Alle Sprünge machen einen sehr fairen Eindruck. Alles in allem ist es ein motivierender Kurs für Reiter und Pferd und ich gehe mit einem guten Gefühl an den Start.“ Andreas Ostholt gratulierte seiner Kollegin: „Ich freue mich für Pia. So is Et und ich liegen in einer guten Ausgangsposition. Ich bin lieber der Jäger, als der Gejagte. Wir hatten ein paar kleine Unstimmigkeiten in der Aufgabe und haben immer noch ein wenig Luft nach oben. Ich bin aber rundum zufrieden mit unserer Leistung in der Dressur und freue mich jetzt auf das Gelände.“

Bericht: Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bild: Ingo Waechter


18/06/2015

Karl Schultz und FRH Butts Leon in die ERA HALL OF FAME aufgenommen




Bis Anfang der 80er Jahre zählte Vielseitigkeitsreiter Karl „Kalle“ Schultz aus Böbs zu den maßgeblichen Vertretern seiner Zunft in Deutschland. Nun wurden seine Verdienste noch einmal gewürdigt. Einer guten Tradition folgend, wurde er im Rahmen des internationalen Vielseitigkeitsturniers in Luhmühlen als neunter Reiter in die „Hall of Fame“ aufgenommen. Diese Ehre wird alljährlich auch einem herausragenden Vielseitigkeitspferd zuteil. In diesem Jahr war es das Olympiapferd FRH Butts Leon von Andreas Dibowski aus Döhle.

Tränen der Rührung standen Karl „Kalle“ Schultz in den Augen, als ihm Turnierleiterin Julia Otto, Andrew Hoy als Vertreter der internationalen Vielseitigkeitsreitervereinigung und Laudator Martin Plewa den Wanderehrenpreis, eine silberne Pferdestatue, überreichten. Luhmühlen war für Schultz stets ein gutes Pflaster. Zwischen 1958 und 1979 erlangte er hier mit acht verschiedenen Pferden zwölf Platzierungen. Mehr hatte nur der spätere Bundestrainer Horst Karsten auf dem Konto, auch er ein Mitglied in der Hall of Fame. „Seine Ausbildungsmethoden waren manchmal etwas individuell, aber stets pferdegerecht, sagte Martin Plewa in seiner Rede. „Er verstand es, auf die Besonderheiten und Eigenarten der Pferde einzugehen und dem jeweiligen Pferdetyp gerecht zu werden.“ Seinen größten Erfolg in der Westergellerser Heide feierte Kalle Schultz mit Pisco, mit dem er 1972 in München zum deutschen Bronze-Team bei den Olympischen Spielen zählte.

Untrennbar verbunden ist der Name Karl Schultz jedoch mit Madrigal, einem Holsteiner Sohn des Vollblüters Marlon xx, mit dem er 1976 Team-Silber und Einzel-Bronze bei den Olympischen Spielen in Montreal gewann und ein Jahr später mit Doppel-Silber von den Europameisterschaften in Burghley zurückkehrte. Eine dritte olympische Medaille wurde dem 1980 frisch gebackenen Berufsreitlehrer Karl Schulz und Madrigal wegen des Olympia-Boykotts jedoch verwehrt. Stattdessen starteten die Deutschen – wie die meisten westlichen Nationen auch – bei den Ersatzspielen in Fontainebleau und gewannen erneute die Silbermedaille. 1983 zog sich Karl Schultz aus dem aktiven Sport zurück und konzentrierte sich auf die Arbeit im familieneigenen Reit- und Ausbildungsbetrieb “Stall Madrigal“ in Böbs bei Lübeck. „Kalle Schultz war ein im positiven Sinne ‚starker“ Reiter. Er war ein Draufgänger, aber kein Hasardeur auf Biegen und Brechen. Er hatte vielmehr stets ein Gefühl dafür, die aktuelle Verfassung seines Pferdes zu erfühlen und mit dem vorletzten Tropfen Benzin im Tank das Ziel zu erreichen.“

Auch Andreas Dibowski, einer der ersten „Vielseitigkeits-Profis“ in Deutschlands, kann auf Erfolge mit vielen verschiedenen Pferden zurückblicken. Unter ihnen spielt FRH Butts Leon eine herausragende Rolle. 1997 im Züchterstall Butt in Bülkau geboren, durchlief der Sohn des Vollblüter Heraldik xx aus einer Star Regent xx eine Bilderbuchlaufbahn als Vielseitigkeitspferd: vom Vize-Bundeschampion über den zweimaligen Gewinn des Derby Dynamic Cups bis zur Olympiateilnahme.



Die Karriere seines Reiters hat er mehr als maßgeblich beeinflusst: FRH Butts Leon machte Andreas Dibowski zum Mannschafts-Olympiasieger 2008, verhalf ihm zum Vier-Sterne-Sieg in seiner Heimat Luhmühlen 2011 und ermöglichte ihm ein Jahr später durch den Verkauf an die für Thailand startende Nina Stilgon, seinen Betrieb in Döhle finanziell abzusichern. Ihren emotionalen Höhepunkt erlebte die gemeinsame Geschichte von Pferd und Reiter in der Rückkehr FRH Butts Leons in die Heide – ermöglicht durch Susanne und Holger Heigel – und den Gewinn des Deutschen Meistertitels in Schenefeld, auf den Dibowksi 20 Jahre lang hatte warten müssen.

Die offizielle Verabschiedung FRH Butts Leons aus dem Sport ist für Samstag während des Geländetags in Luhmühlen geplant

Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bilder: Thomas Ix


18/06/2015

Ingrid Klimke und Horseware Hale Bob in der Dressur des CIC***





18/06/2015

Julian Despotin führt im CCI***** nach dem ersten Dressurtag




Julien Despotin (BEL), der Schützling von Andreas Ostholt, hat auf seinem Hannoveraner Wallach Waldano in der Vier-Sterne-Prüfung mit einem Spitzenergebnis die Führung übernommen (31,9). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Michael Jung (GER) mit La Biosthetique Sam (34,20) und Jesse Campbell (NZL) mit Kaapachino (36,80).

Der 25-jährige belgische Berufsreiter war sehr zufrieden mit seinem Pferd: „Er war total genial. Es ist erst unsere zweite Vier-Sterne-Prüfung und Waldano hat die Aufgabe nahezu fehlerlos absolviert. Er bewegt sich toll und seine Stärken liegen definitiv im Schritt und Trab.“ Auch Michael Jung war hochzufrieden mit der Leistung seines routinierten Ausnahmepferdes: „Sam ist super drauf. Er ging losgelassen durch die Aufgabe und hat mir ein tolles Gefühl vermittelt. Ich bin ein bisschen auf Sicherheit geritten und wollte nicht das Letzte rauskitzeln.“

CCI**** => [Ergebnis Dressur Do]


Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bilder: Thomas Ix


18/06/2015

Jonelle Price führt im CIC*** nach dem ersten Dressurtag




Mit einer fantastischen Vorstellung setzte sich Jonelle Price (NZL) mit Cloud Dancer an die Spitze des Feldes der CIC*** Meßmer Trophy (36,8). Auf Platz zwei und drei folgen Ingrid Klimke (GER) mit Horseware Hale Bob (43,60) und Peter Thomsen (GER) mit Horseware’s Cayenne (48,30).

Jonelle Price war überglücklich über die Leistung Ihres erst 8-jährigen Wallachs: „Er hat tolle Bewegungen, ist diese Dressuraufgabe aber noch nie zuvor fehlerfrei gelaufen, deshalb freue ich mich besonders. Es ist seine erste Drei-Sterne-Prüfung und wir haben einen tollen Anfang gemacht.“

CIC*** => [Ergebnis Dressur Do]


Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bilder: Thomas Ix


18/06/2015

FEI-TV Videos vom Mittwoch in Luhmühlen














17/06/2015

Spitzenpferde in Topform: Verfassungsprüfung läutet Luhmühlen ein!


In der Verfassungsprüfung des von DHL präsentierten CCI**** zeigten sich die Stars der internationalen Vielseitigkeitsszene in Topform. Alle Pferde hielten den Blicken der Veterinäre stand. Nun warten zunächst zwei Dressurtage auf die Athleten. Doch bereits nach dem ersten Abgehen der Geländestrecke ist vielerorts bereits Vorfreude auf den Geländetag herauszuhören.



Michael Jung bei der Verfassungsprüfung mit fischerRocana FST


Alle vorgestellten Pferde machten einen ausgesprochen fitten Eindruck und waren wie immer hervorragend herausgebracht. Nun steht am morgigen Donnerstag der erste Teil der Dressurprüfungen an. Der Turniertag beginnt mit der Dressur der CIC*** Meßmer Trophy. Unter anderem gehören Ingrid Klimke, Andreas Dibowski, Peter Thomsen, Jonelle und Tim Price zum hochkarätigen Starterfeld. Am Nachmittag folgt der erste Teil der CCI**** Dressur, unter anderem mit Victoria Carlerbäck, Michael Jung, Andreas Dibowski und Claas Herrmann Romeike.


Erste Stimmen zum Geländeaufbau:

Ingrid Klimke: „Ich freue mich schon sehr auf das Gelände. Bislang habe ich mir nur den Vier-Sterne-Kurs angeschaut und der ist super, freundlich und einladend gebaut. Allerdings muss man sich bis zum Schluss gut konzentrieren. Die Ariat Kombination kurz vor dem Ziel ist definitiv noch eine Klippe und erfordert volle Konzentration von Reitern und Pferden.“

Hans Melzer: „Es ist ein ganz neuer Kurs, man muss sich komplett neu orientieren, weil die Strecke andersherum läuft. Obwohl die Vier-Sterne-Prüfung sehr einladend wirkt, darf man sie nicht unterschätzen, denn es sind viele schmale und demnach anspruchsvolle Elemente zu bewältigen.“

Tim Price: „Ich mag den Kurs, aber die Zeit könnte eine Herausforderung werden, da der Kurs viele Schleifen hat, die volle Konzentration von Reiter und Pferd abverlangen.“

Andrew Hoy: „Ich mag die Kurse von Mark Phillips allgemein sehr gern und bin von dem neu konzipierten Kurs beeindruckt. Es ist neu und ich freue mich über die Veränderungen im Cross.“

Kai Rüder: „Der CIC***-Kurs macht einen guten Eindruck und sieht fair und einladend aus.“

Chris Bartle: „Bislang habe ich nur das CCI**** Gelände besichtigt und es macht einen tollen Eindruck. Die Linien sind klar erkennbar und es ist technisch nicht ganz so anspruchsvoll wie in der Vergangenheit. Dennoch gibt es viele anspruchsvolle Aufgaben, bei denen Kontrolle wichtig ist, sonst riskiert man einen Vorbeiläufer. Die Positionierung der Sprünge zwingt die Reiter immer wieder dazu, das Tempo herauszunehmen und Linien zu kontrollieren.“

Mark Todd: „Der Kurs ist sehr schön gebaut, nicht zu schwer aber mit genügend technischen Aufgaben, die das Gelände durchaus zu einer fairen 4* Prüfung machen.“

Blyth Tait: „Das Vier-Sterne-Gelände ist interessant, abwechslungsreich und wunderschön von Mark Phillips konzipiert und umgesetzt worden. Es sind genügend technische Aufgaben, die vor allem gegen Ende der Strecke nochmal volle Konzentration von Pferd und Reiter abverlangen.“

Coral Keen: „Der Kurs ist toll gebaut, aber die Streckenführung ist nicht einfach und deshalb technisch sehr anspruchsvoll.“

Andreas Dibowski: „Ich freu mich auf das Gelände, der Aufbau der Vier-Sterne-Prüfung ist sehr gelungen und motivierend für Reiter und Pferd.“

Kai-Steffen Meier: „Die Strecke ist sehr schön, einladend und freundlich gebaut. Sie fragt alle Aufgaben einer Vier-Sterne-Prüfung ab.“



Man sieht ihm den Sportler noch an: FRH Butts Leon


Ein weiteres Highlight des Luhmühlen Wochenendes ist sicher der geplante Abschied des Weltpferdes FRH Butts Leon am Geländesamstag. Abgesehen von seinem kurzen Ausflug auf den Luhmühlener Turnierplatz genießt Leon den aktiven Ruhestand bei seinen Besitzern, der Familie Heigel. Für Susanne Heigel war es ein besonders emotionaler Moment Leon zu Hause willkommen zu heißen. Nun steht der letzte öffentliche Auftritt des „immer noch kernigen Wallachs“ bevor: „Leon ist kerngesund und ausgedehnter Weidegang versteht sich natürlich von selbst. Außerdem hat er nach wie vor Freude an der täglichen Arbeit – sei es Boden-, leichte Dressurarbeit oder aber lange Ausritte im Gelände.

CCI**** => [Dressur Starterliste Do]
CCI**** => [Dressur Starterliste Fr]
CCI**** => [Live-Ergebnisse]
CCI**** => [Video Course-Walk]

CIC*** => [Dressur Starterliste Do]
CIC*** => [Dressur Starterliste Fr]
CIC*** => [Live-Ergebnisse]

DM => [Live-Ergebnisse]

Alle Infos: www.luhmuehlen.de

Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bilder: Thomas Ix









20/05/2015

Luhmühlen setzt auf Sicherheit und guten Sport


Nach dem tragischen Unfall von Benjamin Winter im letzten Jahr wartet auf die Nummer 1 der deutschen Vielseitigkeitsturniere eine nicht einfache Aufgabe für die Veranstaltung 2015. Mit dem Pressetermin am 19.05. ist es "Turnierchefin" Julia Otto und Pressesprecherin Dr. Friederike Stüvel-Huck aber schonmal gelungen ein positives Gefühl in Richtung des CCI**** und der Deutschen Meisterschaften zu erzeugen, denn Sicherheit wird größer als groß geschrieben und auch Coursedesigner Capt. Mark Phillips zeigte sich von einer sicherheitsbewussten Seite, mit viel Fachwissen zu diesem Thema, wie man ihn bisher eher nicht kannte.

Selbst Sprünge, die teilweise eher als ungefährlich eingestuft werden können, sind - da wo das möglich ist - mit einem Sicherheitssystem ausgestattet, fast die komplette Statdionrunde zum Beispiel. Die Richtung der Geländestrecken wurde komplett geändert, so geht es nun zu Beginn des Viersternekurses auf die ehemalige Jeep-Wiese mit den zwei Diagonalen, die wegen fehlendem Abwechslungsreichtum eine gewisse Frische - auch im Kopf - des Pferdes verlangt.



Und auch ein dritter zentraler Punkt ist in Bezug auf Sicherheit verbessert worden, nämlich der große Meßmer-Teich. Auf dem Areal des Wasserkomplexes konnten große Bäume entfernt werden, was die Lichtverhältnisse für die Pferde erleichtert, da "Schattenspiele" qusi komplett ausgeschlossen sind. Auch die Zuschauer haben dadurch eine Verbesserung der Sicht, der neu gestaltete Meßmerteich wirkt freundlich und hell, hat aber dabei nichts von seiner Natürlichkeit verloren.



Neben den genannten Veränderungen wurde auch in der Ausschreibung auf Sicherheit gesetzt, in beiden Prüfungen müssen Reiter der Kat. B + C + D ein Zusatzergebnis in CCI*** bzw CIC*** nachweisen, was nicht bei allen Reitern der internationalen Szene für positive Stimmung sorgte, aber ein deutliches Zeichen gibt: die beiden Prüfungen in Luhmühlen sind keine "Einsteigerprüfungen". Besonders in diesem Jahr, da keine Weltreiterspiele oder Olympische Spiele stattfinden und viele internationale Top-Reiter auf die FEI-Classic-Serie setzen, also auch nach Luhmühlen kommen (siehe Nennungsergebnis).

Es ist viel getan, dass in Luhmühlen Sport von seiner schönen Seite gezeigt werden kann, mehr kann man fast nicht tun - ich wüsste jedenfalls nicht was und wünsche dem Turnier in diesem Jahr viel, viel Glück!

Kommentar + Bilder: G.Kolb


Hier der Pressebericht aus Luhmühlen:

Nennungsergebnis & Geländeaufbau
Nach dem Nennungsschluss ist klar, dass auch in diesem Jahr die absoluten Spitzensportler der Vielseitigkeitsszene planen, im Juni in Luhmühlen zu starten. Sechs Reiter der Top-Ten der Weltrangliste haben in Luhmühlen genannt. Im Hinblick auf den Geländeaufbau warten in diesem Jahr neben traditionellen Elementen einige Innovationen auf Sportler und Zuschauer. Vier Wochen vor der Veranstaltung stand beim diesjährigen Außentermin im Luhmühlener Gelände vor allem das Thema Sicherheit im Fokus. Course-Designer Captain Mark Phillips, Technischer Delegierter Martin Plewa, Bundestrainer Hans Melzer und Weltmeisterin Sandra Auffarth erklärten anhand aufgebauter Hindernisse Sicherheitsaspekte und allgemeine Veränderungen der Strecke.



v.l.n.r.: TD Martin Plewa, Turnierchefin Julia Otto, Coursedesigner MarkCapt. Mark Phillips, Weltmeisterin Sandra Auffarth und Bundestrainer Hans Melzer / Bild: Thomas Ix


Nennungsergebnis
TGL-Geschäftsführerin Julia Otto freute sich sichtlich über die hochkarätigen Nennungen: „Wenn die nächsten Wochen planmäßig verlaufen, werden unter anderem der Weltranglistenerste und aktuelle Kentucky-Sieger Michael Jung (GER), der Weltranglistenzweite und Badminton-Gewinner William Fox-Pitt (GBR) und die Weltranglistendritte, Jonelle Price (NZL) nach Luhmühlen reisen. Ihr Ehemann Tim Price (NZL), unser Vorjahressieger im CCI****, hat ebenfalls genannt. Auch auf die Pau-Siegerin und Badminton-Zweite Ingrid Klimke dürfen sich unsere Zuschauer freuen. Ein weiteres bekanntes Gesicht ist Andrew Nicholson. Aus England, Neuseeland und Australien reisen insgesamt große Kontingente an.“ Bundestrainer Hans Melzer sprach von einem starken deutschen Nennungsergebnis: „Michael Jung, Andreas Dibowski und Niklas Bschorer haben jeweils zwei Pferde genannt. Ingrid Klimke, Peter Thomsen und Dirk Schrade planen, ein Pferd hier in Luhmühlen zu reiten. Je nach Qualifikationsstatus für die Olympischen Spiele werden die deutschen Reiter hier die Vier- oder die Drei-Sterne-Prüfung bestreiten. Durch den Erfolg in Frankreich im letzten Jahr sind wir als Nation bereits für Rio qualifiziert aber die einzelnen Pferd-Reiter-Paare brauchen ebenfalls ein qualifikationswürdiges Vier-Sterne-Ergebnis.“ Doppelweltmeisterin Sandra Auffarth werden wir in diesem Jahr ohne ihr Spitzenpferd Opgun Louvo in Luhmühlen begrüßen dürfen: „Ich reise Montag mit meinen Pferden nach England, um in den kommenden Wochen bei Chris Bartle zu trainieren und dort einige Turniere zu bestreiten. Aber ich kehre kurz vor Luhmühlen wieder nach Deutschland zurück und werde zumindest zu Fuß dabei sein. Diese Reise war schon im letzten Jahr geplant und ich freue mich nun auf ein paar neue Herausforderungen – Wolle kennt hier in Deutschland ja schon alles auswendig“, scherzte die Pferdewirtin.

Geländeaufbau
Die Geländestrecke wird in diesem Jahr andersherum verlaufen und erhält dadurch nicht nur einen komplett neuen „Look“, sondern enthält auch wesentliche Veränderungen. Course-Designer Captain Mark Phillips: „Es ist ein komplett neuer Ansatz. So kommt beispielsweise durch die veränderte Richtung der DHL Wasserkomplex nicht mehr so früh im Kurs. Dies gibt Pferden und Reitern die Möglichkeit, sich besser aufzuwärmen und ihren Rhythmus zu finden. Hinzu kommt der vermehrte Einsatz von FEI zertifizierten Sicherheitssystemen. In Luhmühlen verwenden wir sowohl die englischen Frangible Pins als auch die schwedischen MIM Systeme. Wenn ein System auslöst, bekommt der Reiter elf Strafpunkte. Grundsätzlich halte ich es für sinnvoll, das Auslösen eines Sicherheitssystems mit Fehlerpunkten zu ahnden, schließlich muss es das erklärte Ziel der Reiter bleiben, die Hindernisse durch präzises Anreiten fehlerfrei zu überwinden. Denn der größte Sicherheitsaspekt ist und bleibt meines Erachtens der Respekt, den die Reiter den Hindernissen entgegenbringen. Insofern versuchen wir immer, die Balance zwischen fehlerverzeihenden und gleichzeitig respekteinflößenden Aufgaben zu finden, die von den Reitern ernstgenommen werden.“ Martin Plewa teilt diese Auffassung: „Der Aspekt Sicherheit spielt in der Vielseitigkeit eine große Rolle. Der Einsatz von Sicherheitssystemen ist bei bestimmten Hindernissen sicherlich sinnvoll – aber eben nicht bei allen. Es ist und bleibt unser erklärtes Ziel, die Ausbildung von Reitern und Pferden so zu gestalten, dass auch feste Hindernisse sicher überwunden werden können. Außerdem tragen andere Aspekte, wie zum Beispiel die Beschaffenheit des Bodens zur allgemeinen Sicherheit bei. Die Voraussetzungen hier in Luhmühlen sind meines Ermessens für Pferde und Reiter genial. Seit Jahren wird hier daran gearbeitet, den Athleten optimale Bodenverhältnisse zu bieten – inzwischen haben wir Bedingungen wie auf einem Golfplatz. Man kann wirklich sehen, dass sich die beständige Pflege der Trassen gelohnt hat. Wir haben hier den weltweit besten Untergrund mit durchweg gleichmäßig hoher Qualität. “



Sicherheitssystem MIM / Bild: Thomas Ix


Bundestrainer Hans Melzer erklärte anhand eines Tisches, dass bestimmte Hindernisarten allein durch ihre Form zur Sicherheit beitragen: „Es ist zum Beispiel sehr wichtig, dass die oberen Kanten so angeschrägt sind, wie es hier zu sehen ist. Es gibt zwar ein System, das einen kompletten Tisch in sich zusammenfallen lässt, doch dann können die Pferde bei unpassenden Distanzen nicht mehr auffußen und wir wissen nicht, wie sie in dieser Situation reagieren würden.“ Anhand des neu gestalteten Meßmer Wasserkomplexes wurde ein weiterer Sicherheits-aspekt thematisiert: klar erkennbare Aufgaben durch gute Lichtverhältnisse. Dank des Umbaus wirkt das Wasser sehr viel offener. Außerdem wurden einige Bäume gefällt, um Schatten zu reduzieren. Laut Mark Phillips könnte dies den Pferden helfen, die gestellten Aufgaben besser einzuordnen. Sandra Auffarth erklärte, dass es sicherlich Teil des Trainings sei, Pferde an unterschiedliche Lichtverhältnisse zu gewöhnen, die Aufgaben jedoch immer klar zu erkennen sein müssten – und dies sei im Fall des Meßmer Wassers definitiv gegeben.



Sicherheitssystem Frangible Pins / Bild: G. Kolb


Zeitplan:
Auch in diesem Jahr werden die Dressurtage im klassischen Rhythmus ablaufen: Donnerstag- und Freitagvormittag wird die CIC*** Meßmer Trophy / Deutsche Meisterschaft abgehalten, nachmittags heißt es DHL präsentiert CCI****. Diese Reihenfolge wird am Geländesamstag und zum abschließenden Springen geändert. Samstagvormittag läuft das Vier-Sterne-Gelände, nachmittags folgt die die Drei-Sterne-Prüfung. Diese Reihenfolge wird auch für das abschließende Springen beibehalten.

Alle Infos: www.luhmuehlen.de

Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bilder: Thomas Ix




01/04/2015

Saisonplanung




Bundestrainer Hans Melzer im Interview


Hans Melzer:

Wie laufen die Saisonvorbereitungen?
Alle Kaderpferde haben die letzte Saison hervorragend überstanden und demensprechend laufen die Vorbereitungen auf kommende Aufgaben super. Auf dem Kaderlehrgang in Warendorf zeigten sich alle Vier- und Zweibeiner fit und motiviert.

Wie wird die Saison aufgebaut?
Dibo und Michi Jung waren als Vorbereitung für den geplanten Start in Kentucky in Fontainebleau, ihnen ist bereits ein Saisonauftakt nach Maß gelungen. Obwohl es ein Nationenpreis war, sind die anderen deutschen Reiter dort nicht an den Start gegangen, weil der Termin sehr früh in der Saison lag. Fast alle Kaderreiter starten am 1. April mit dem CIC** hier in Luhmühlen in die grüne Saison. Sandra Auffarth wird mit der 2-Sterne-Prüfung in Radolfzell beginnen.

Welche Reiter werden wir voraussichtlich im Juni in Luhmühlen sehen?
Wenn die Saison bis dahin planmäßig verläuft, werden in der Vier-Sterne-Prüfung Ingrid Klimke mit Escada, Andreas Dibowski mit Hans Dampf, Kai Rüder mit Gryffindor und/oder Colani Sunrise, Peter Thomsen mit Cayenne, Dirk Schrade mit Hop and Skip und Niklas Bschorer mit Win and Love und/oder Lord Shostakovich an den Start gehen. Wenn Michael Jungs Pläne für Kentucky aufgehen, strebt er in Luhmühlen den Start in der Deutschen Meisterschaft an. Dies gilt auch für Andreas Ostholt mit So is et und Peter Thomsen mit Barny. Diese Pferde haben in der letzten Saison hinlänglich ihre Qualität unter Beweis gestellt und werden über CIC*** Prüfungen auf die Europameisterschaften vorbereitet beziehungsweise darüber gesichtet. Lediglich die Weltmeisterin Sandra Auffarth werden wir wohl in Luhmühlen zu Fuß und nicht zu Pferde begrüßen dürfen. Sie wird eine Zeit bei Chris Bartle in England trainieren und strebt deshalb die 3-Sterne-Prüfung in Bramham am Wochenende vor Luhmühlen an.




Peter Thomsen mit Horsewears Barny


Peter Thomsen:

Wie sieht die Arbeit mit den Pferden in der Saison-vorbereitung aus?
Wir waren vor kurzem mit den Pferden auf Lehrgängen in Warendorf, wo mit den Bundestrainern Hans Melzer und Chris Bartle im Gelände, Dressur und Springen trainiert wurde. Alle Pferde sind in guter Verfassung.

Inwiefern ist Luhmühlen Teil Deiner Saisonplanung?
Ziel mit Horseware's Barny ist die Deutsche Meisterschaft in Luhmühlen und das CHIO in Aachen. Mit Horseware's Cayenne steht als Saisonhöhepunkt das CCI**** in Luhmühlen auf dem Programm. Ich hoffe dann mit einem der beiden Pferde bei den Europameisterschaften in Blair Castle starten zu können. Weiter wurde ich für das CCI** in Rio nominiert. Ich freue mich auf meinen ersten und hoffentlich nicht letzten Start in Südamerika.

Du bist der einzige deutsche Championatsreiter, der während seiner ganzen reiterlichen Laufbahn parallel gearbeitet hat. Wie ließ sich der sportliche Aufwand mit deiner Anstellung bei DHL vereinbaren?
Das stimmt! Die Doppelbelastung war sehr anstrengend, allerdings hat mich DHL hervorragend unterstützt und mich für die wichtigen Turniere freigestellt. Dies war ein wichtiger Bestandteil für den Gewinn der beiden Goldmedaillen in Hongkong und London. Seit 2014 bin ich komplett freigestellt um optimale Leistungen für anstehende Championate bringen zu können.

Nun bist du bis September 2016 von deinem Arbeitgeber freigestellt. Wie fühlt es sich an, sich völlig auf den Sport zu konzentrieren?
Mit zunehmenden Alter wurde es immer schwieriger dieser Doppelbelastung standzuhalten und Topleistungen abzurufen, daher bin ich meinem Arbeitgeber sehr dankbar, dass er mir diese Freistellung ermöglicht. Mein Zeitdruck hat sich dadurch erheblich entschärft.

Du reist in diesem Jahr zum Testevent nach Rio. Welchen Nutzen bringt Dir persönlich dieser Aufwand?
Wir benötigen als deutsches Team Erkenntnisse über die Gegebenheiten vor Ort, Akklimatisierung von Pferd und Reiter, Information über die Flugreise der Pferde sowie das Geländeprofil und -geläuf. Ich freue mich auf diesen ersten Start in Südamerika.

Du bist seit vielen Jahren dabei. Was ist für Dich das Faszinierende am Vielseitigkeitssport?
Nach wie vor ist der Geländeritt eine besondere Herausforderung für Pferd und Reiter. Das Pferd muss absolutes Vertrauen zu mir haben, um jedes Hindernis mutig und fehlerfrei zu absolvieren. Das macht immer wieder Spaß, mit den Pferden auf den Turnierplätzen und Geländestrecken dieser Welt die Faszination Vielseitigkeitsreiten zu erleben.

Alle Infos: www.luhmuehlen.de

Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bilder: Thomas Ix




25/02/2015

HRH The Princess Royal, Prinzessin Anne übernimmt Schirmherrschaft




(Foto: Jeremy Makinson Royal Images)


Die Tradition der Schirmherrschaften in Luhmühlen ist groß und wird seit vielen Jahren von Persönlichkeiten aus Politik und Sport getragen. Die Turniergesellschaft Luhmühlen und der Pferdezucht- und Reitverein Luhmühlen sind stolz, bekanntgeben zu dürfen, dass Prinzessin Anne die diesjährige Schirmherrschaft der Veranstaltung übernimmt.

Geschäftsführerin Julia Otto freut sich sehr über die Unterstützung der einstigen Luhmühlen Teilnehmerin: „Es ist uns ein großes Bedürfnis, die Geschichte von Luhmühlen aufrecht zu erhalten und somit sind wir besonders dankbar, dass Prinzessin Anne die Schirmherrschaft übernimmt. Prinzessin Anne war selbst passionierte Vielseitigkeitsreiterin. Durch ihre erfolgreiche Teilnahme an den Europameisterschaften in Luhmühlen 1975 und ihr Amt als Präsidentin des Weltverbandes des Reitsportes (FEI) bei den Europameisterschaften 1987 gibt es einen besonderen Bezug zu unserer Veranstaltung. Auch wenn Prinzessin Anne die Turniertage in diesem Jahr nicht persönlich besuchen kann, hoffen wir, dass sie in Zukunft dazu Gelegenheit finden wird – zum Beispiel wenn Luhmühlen in zwei Jahren 60-jähriges Jubiläum feiert.“



FRH Butts Leon: wohlverdienter Ruhestand für einen Topsportler




(Foto: Thomas Ix)


In diesem Jahr können wir einem weiteren hochverdienten deutschen Championatspferd auf seiner letzten Ehrenrunde zujubeln. Andreas Dibowski hat sich entschieden, sein Erfolgspferd in Luhmühlen aus dem großen Sport zu verabschieden: „Leon ist mittlerweile achtzehn Jahre alt und hat es wahrlich verdient, gesund in den Ruhestand zu gehen.

Er ist zwölf Jahre lang souverän im Vielseitigkeitssport gegangen und war auf fast allen großen Plätzen der Welt erfolgreich. Er ist das erfolgreichste Pferd meiner Karriere, mit den meisten Vier-Sterne-Erfolgen, das schweißt zusammen. Nun genießt er den aktiven Ruhestand bei seinen Besitzern Susanne und Holger Heigel.“ Für den Pferdewirtschaftsmeister steht fest, dass Leon im Rahmen der Internationalen Vielseitigkeit in Luhmühlen verabschiedet werden soll: „Der Sieg in der Vier-Sterne-Prüfung 2011 war ein großer Moment und gleichzeitig Leons größter Erfolg. Es ist eine würdige Kulisse, um vor heimischem Publikum seine letzte Ehrenrunde zu absolvieren.“

Alle Infos: www.luhmuehlen.de

Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen



11/12/2014

LUHMÜHLEN 2015: Gemeinsam den Blick nach vorn




Ein intensives halbes Jahr liegt hinter Julia Otto und ihrem Team. Zahlreiche Gespräche mit Sponsoren, Reitern und Funktionären halfen dabei, den Blick positiv nach vorn zu richten und sich auf zukünftige Aufgaben zu konzentrieren.

„Aus meiner Sicht ist es immer notwendig Vergangenes zu hinterfragen und zu versuchen, die Sicherheit und die Kommunikation im Sport weiter zu verbessern. Transparenz und gegenseitiger Austausch steigern das Verständnis für die Sicht der einzelnen Parteien und letztendlich auch die Sicherheit des Vielseitigkeitssports. Und daran haben wir das allergrößte Interesse“, erklärt Julia Otto, Geschäftsführerin der Turniergesellschaft Luhmühlen mbH.

Vier Jahre für Vier Sterne
Ein bestimmendes Thema der letzten Monate war sicherlich die Haltung einzelner Sponsoren. „Die Ausrichtung der Vier-Sterne-Prüfung ist nur mit der Unterstützung starker Konzerne realisierbar. DHL Paket wird für die nächsten vier Jahre unser Generalsponsor bleiben. Das Unternehmen hat sich als idealer und verlässlicher Partner an unserer Seite präsentiert und gibt uns die nötige Planungssicherheit, die Vier-Sterne weiter leuchten zu lassen“, so Otto.

Vier Jahre „Offizieller Zeitnehmer“
Longines, das in der Schweiz ansässige Weltunternehmen, verlängert seinen Vertrag als „Offizieller Zeitnehmer“ ebenfalls um vier weitere Jahre. Ab sofort ist somit der Longines Count Down auf der Luhmühlen Homepage wieder aktiviert. „Wir sind sehr stolz auf diese Partnerschaft und haben schon in diesem Jahr festgestellt, wie professionell sich Longines im Reitsport engagiert. Gemeinsam können wir viele Bereiche für den Sport noch weiter modernisieren“, resümiert die Geschäftsführerin der Turniergesellschaft.

Auch auf die Unterstützung der Ostfriesischen Teegesellschaft, welche mit ihrem Premiumprodukt Meßmer ein Herzstück der Geländestrecke präsentiert, kann Luhmühlen ebenso weiter zählen, wie auf die britischen Spezialisten der Helmindustrie, Charles Owen. Nicht zu vergessen sind zahlreiche Co-Sponsoren, die ebenfalls ihr Engagement fortsetzen.

Reiterstimmen
Zu unseren Gesprächspartnern aus dem Reiterlager zählten unter anderem die beiden derzeit erfolgreichsten deutschen Amazonen. Sandra Auffarth hat viel erreicht in den letzten Jahren, nun begleitet das Stichwort „Doppelgold!“ – mit Ausrufezeichen – die sympathische Reiterin aus Bergedorf bei Ganderkesee. Ingrid Klimke blickt ebenfalls auf ein überragendes sportliches Jahr zurück. Die Normandie verließ sie mit Mannschaftsgold und krönte ihre Saison zudem mit dem Sieg in der Vier-Sterne-Prüfung im französischen Pau. Während die vierbeinigen Cracks nun ihre wohlverdiente Winterpause genießen, ist das Ende des Jahres ein guter Zeitpunkt für unsere Erfolgsreiterinnen, Geschehenes zu reflektieren und den Blick nach vorn zu richten. Beiden Sportlerinnen ist ihre Passion für die Vielseitigkeit und die Verbundenheit zu ihren Pferden anzumerken und so vermögen sie es, in wenigen Worten zu vermitteln, was den Sport so besonders macht. Auf niemanden passt die Beschreibung „bodenständige Überfliegerin“ so akkurat wie auf



Sandra Auffarth. Lobeshymnen kann man ihr nur im Hinblick auf ihren langjährigen Sportpartner entlocken: „Wolle und ich sind als Team zusammengewachsen und natürlich stärkt es das Selbstvertrauen, dass wir schon so viele Aufgaben zusammen gemeistert haben. Es bestärkt mich, mit meinem Pferd so zusammengewachsen zu sein, dass wir eine Einheit bilden.“



Auf die Bitte, Luhmühlen einmal aus Sicht ihrer Erfolgspferde zu beschreiben, gab Ingrid Klimke folgende bezeichnende Antwort: „Schon in der Dressur liegt Spannung in der Luft und sie wissen genau, dass hier kein reines Dressurturnier stattfindet. Die Atmosphäre ist prickelnd und man hört eine Stecknadel fallen. Das Gelände ist einmalig schön: Auf dem guten Heidesand kann man richtig frisch galoppieren und die Sprünge sind wuchtig, aber haben klare Linien. Die Zuschauer feuern uns an und beflügeln uns überall auf der Stecke. Das Abschlußspringen ist immer hoch und knackig. Da können wir unser ganzes Vermögen zeigen. Die Tribüne ist voll und die Stimmung einfach hinreißend.“ Sandra Auffarth beantwortete dieselbe Frage mit der ihr eigenen Sachlichkeit: „Luhmühlen ist eine tolle Veranstaltung, die sich ich in den letzten Jahren immer weiterentwickelt hat und unserem Sport nun optimale Bedingungen bietet. Die Böden für die Dressur und das Springen sind perfekt – davon sind die anderen Prüfungen, wie zum Beispiel Badminton, weit entfernt. Das Gelände ist toll zu reiten und auch hier sind die Bodenverhältnisse perfekt“.

Zum Einsatz von FEI zertifizierten Sicherheitssystemen
Der Sicherheitsaspekt nimmt im Vielseitigkeitssport seit langem eine zentrale Rolle ein. Die Geschehnisse der letzten Monate haben zu einer noch intensiveren Auseinandersetzung mit der Sicherheitsthematik beigetragen.



Course Designer Captain Mark Phillips schätzt deformierbare und flexible Elemente, sieht jedoch auch Grenzen für deren Einsatz: „Ich benutze sowohl die Frangible Pin als auch die MIM Systeme in Europa und Nordamerika. Beide sind in bestimmten Situationen nützliche Vorrichtungen. Wir arbeiten außerdem an der Entwicklung eines zerbrechlichen Systems mit bestimmten Arten von Hecken – obwohl Hecken an sich natürlich schon fehlerverzeihende Sprünge sind. Es ist leider nicht möglich, den Reitsport hundertprozentig sicher zu machen. Die Verwendung von oben genannten Systemen kann einen Beitrag dazu leisten, dass der Sport sicherer wird. Hinzu kommt, dass die Gestaltung der Hindernisse und die verwendeten Materialien möglichst pferdefreundlich sind. Der größte Sicherheitsaspekt ist jedoch meines Erachtens der Respekt, den die Reiter den Hindernissen entgegenbringen. Insofern versuchen wir immer, die Balance zwischen fehlerverzeihenden und gleichzeitig respekteinflößenden Aufgaben zu finden, die von den Reitern ernstgenommen werden.“ Während Ingrid Klimke sich im Hinblick auf dieses Thema eher zurückhält und generell anmerkt, dass „die Fachleute in Sachen Sicherheitstests“ dies besser beurteilen könnten als sie, das Thema Sicherheit generell allerdings „nicht gut und ausgiebig genug diskutiert, getestet und erforscht werden“ könne, bezieht Sandra Auffarth deutlicher Stellung: „Die neuen Sicherheitssysteme sind in aller Munde. Ich denke, es macht Sinn, hier weiter zu entwickeln und zu forschen. Bei Rennbahnsprüngen und anderen fehlerverzeihenden Hindernissen brauche ich persönlich keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. Bei technisch anspruchsvollen Komplexen, zum Beispiel einem Coffin oder Wasserkomplex, wäre es toll, wenn zukünftig ein funktionierendes System dafür sorgen könnte, dass ein Hindernis deformierbar ist. Ich denke nicht, dass der Respekt verloren ginge, da unkonzentriertes oder zu schnelles Reiten ja letztendlich auch durch einen Abwurf bestraft würde. Dass ein Gelände allerdings nur aus fallenden Elementen besteht, kann ich mir persönlich nicht vorstellen. Hans Melzer teilt die Ansichten von Sandra Auffarth: „Ich finde es gut, dass wir bei bestimmten Aufgaben auf diese Systeme zurückgreifen können, gerade an guckigen Elementen oder zum Beispiel auch Steilsprüngen. Ich persönlich halte das MIM System für besonders praktikabel, weil es unkompliziert ist. Nachdem es ausgelöst wurde, kann es einfach ohne großen Zeitaufwand zurückgeklappt werden, ohne dass der Kurs angehalten werden muss. Bei kniffligen Aufgaben halte ich zudem viel von dem Einsatz von Hecken.“ Grundsätzlich ist Kommunikation für die Sicherheit im Vielseitigkeitssport wichtig. In Zeiten von Entwicklungen und Veränderungen – und darunter fällt der vermehrte Einsatz von Sicherheitssystemen sicherlich – ist es umso entscheidender, im Dialog zu bleiben und einzelne Positionen zu diskutieren. Captain Mark Phillips konstatiert, dass die Kommunikation zwischen Reitern, Funktionären, Trainern und Course Designern heute so offen ist, wie nie zuvor: „Ansichten und Meinungen werden nie einfach verworfen sondern grundsätzlich immer als relevanter Aspekt eingestuft und im Detail betrachtet. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Reiter des besten Pferdes und Reiter des schwächsten Pferdes unterschiedliche Ansichten im Hinblick auf ein Hindernis haben können. Deshalb ist es wichtig, konstruktive Meinungen aller Beteiligten zu erhalten.“ Während Ingrid Klimke sich wünschen würde, dass die allgemeine Verständigung im Vielseitigkeitssport weiter verbessert wird, sieht Sandra Auffarth in der Kommunikation zwischen Reitern, Funktionären und Course Designern keine Probleme oder Lücken: „Sicher ist es wichtig, an diesem Thema weiter dranzubleiben. Wenn mir etwas Kopfzerbrechen bereitet, kann ich mich jedoch jederzeit an meinen Trainer oder den Aktivensprecher wenden und habe grundsätzlich das Gefühl, dass Themen sensibel angenommen und gut überdacht werden.“

Veränderungen im Luhmühlener Gelände
Neben dem weiteren Ausbau der bereits eingesetzten Sicherheitssysteme plant Mark Phillips unter anderem einen Richtungswechsel. Auch wenn Luhmühlen 2015 noch in weiter Ferne scheint, laufen die Vorbereitungen der Geländestrecke schon auf Hochtouren. Bei den ersten Entwürfen werden viele Aspekte in die Planung mit einbezogen: „Der Bereich, der uns für die Geländestrecke zur Verfügung steht, ist begrenzt. Dementsprechend verläuft der Kurs in einigen Bögen und es gibt ein paar Stellen, an denen die Strecke sich kreuzt. Wir müssen also sicherstellen, dass die Reiter nicht aufeinandertreffen – weder in Vier-Minuten-Intervallen, noch in Drei-Minuten-Intervallen. Außerdem liegt ein Augenmerk auf der Ausgewogenheit der Strecke. Auch Gesichtspunkte wie Fernsehübertragbarkeit fließen in die Planung mit ein. Um das Budget nicht unverhältnismäßig zu belasten, macht es außerdem Sinn, bereits bestehende Hindernisse mit einzubeziehen. Die Bodenarbeiten sind abgeschlossen. Wir haben die Trasse im Wald und natürlich den Boden rund um den Meßmer Teich weiter verbessert. Über den Winter werden David Evans und sein Team in der Werkstatt neue Sprünge bauen, bis das Frühjahr uns erlaubt, wieder draußen zu arbeiten“, erklärt Phillips.



Neben der Richtungsänderung ist der Umbau des Meßmer Wassers eine weitere große Veränderung: „Das Meßmer Wasser hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert, im Prinzip seit ich in den 1970er und 1980er Jahren in Luhmühlen als Reiter an den Start ging. Der neue Look wird den Zuschauern eine viel bessere Sicht bieten und mir viel mehr Möglichkeiten, dieses Herzstück der Strecke zu gestalten“, so der Course Designer.

„Alle diese Ereignisse und Gespräche lassen uns positiv nach vorne blicken und wir freuen uns auf die Ausrichtung der beiden Prüfungen im Zusammenhang mit den FEI Classics und der Deutschen Meisterschaft“, resümiert Julia Otto.

Alle Infos: www.luhmuehlen.de

Bericht: Friederike Stüvel-Huck / Pressestelle Luhmühlen
Bilder: Thomas Ix