ERGEBNISSE => [Einzelwertung]
ERGEBNISSE => [Teamwertung]




13/09/2015

Gold, Gold, Silber und Top-Ergebnisse


Dritter Titel für Michael Jung in Folge / Sandra Auffarth gewinnt Silbermedaille



v.l.: Sandra Auffart, Michael Jung, Colonel Thibaut Vallette


Die deutschen Vielseitigkeitsreiter sind aktuell nicht zu schlagen. Das haben Sandra Auffarth (Ganderkesee), Ingrid Klimke (Münster), Dirk Schrade (Sprockhövel) und allen voran Michael Jung (Horb) einmal mehr mit einem überragenden Sieg bei den Europameisterschaften bewiesen – und das in Großbritannien, dem Mutterland der Vielseitigkeit. Nach dem Heimspiel in Luhmühlen 2011 und dem Sieg in Malmö 2013 sicherte sich das Team von Bundestrainer Hans Melzer zum dritten Mal in Folge Gold in der Mannschaftswertung.



v.l.: Dirk Schrade, Ingrid Klimke, Michael Jung, Sandra Auffarth und Hans Melzer


Und zum dritten Mal in Folge heißt der neue Europameister Michael Jung, der in Blair Castle die Plätze mit Weltmeisterin Sandra Auffarth tauschte, die Silber gewann. Die Medaillen überreichte die englische Königin Elisabeth höchstpersönlich und ließ es sich nicht nehmen, Jung nachträglich zu seinem Sieg beim Burghley zu gratulieren, wo er eine Woche zuvor den Vier-Sterne-Klassiker gewinnen konnte.



Auf dem Weg zur Medaillenübergabe: Ihre Majestät Königin Elisabeth


„Dass wir hier in England mit einem solchen Abstand gewonnen haben, das ist wie im Fußball ein 7:1 gegen Brasilien“, sagte Bundestrainer Hans Melzer lachend. In der Tat waren die deutschen Reiter von Anfang an eine Klasse für sich, insbesondere im Gelände und im Springen.



Michael Jung reitet zu Doppelgold mit fischerTakinou / Foto: Jon Stroud


So beendeten alle vier Teamreiter den Kurs von Parcourschef Ian Stark ohne Hindernisfehler und blieben allesamt auch im Springen fehlerfrei. Damit kamen am Ende 122,7 Minuspunkte zusammen, die zweitplatzierten Briten sammelten 173,3 Minuspunkte an – mehr als alle vier deutschen Paare zusammen! Das ist auch insofern bemerkenswert, als die deutsche Mannschaft die einzige von elf Teams war, bei der alle Reiter in Wertung beendeten. „Unsere Pferde waren alle fit und gut vorbereitet. Aber diese geschlossene Teamleistung hat mich selbst überrascht“, sagte Bundestrainer Hans Melzer.

So mussten die Briten beispielsweise auf ihren Frontmann William Fox-Pitt verzichten, der mit Bay My Hero bereits in der Dressur das Streichergebnis lieferte und im Gelände nach zwei Verweigerungen aufgab. Schließlich vergab auch noch Einzelreiterin Izzy Taylor mit KBIS Briarlands Matilda mit zwei Abwürfen im Springen auch noch die Chance auf einen Podestplatz. An ihrer Stelle durfte sich Colonel Thibaut Vallette aus Frankreich gleich über zwei Bronzemedaillen freuen. Dank einer Nullrunde mit Qing du Briot ENE HN rückte er selbst am letzten Tag von vier auf Platz drei vor und stand ein weiteres Mal mit der französischen Mannschaft auf dem Treppchen (183,7). „Damit haben wir unser Ziel, uns einen Startplatz für die Olympischen Spiele zu sichern, erreicht“, sagte Valette.



Colonel Thibaut Vallette / Foto: Jon Stroud


Deutschland hat seit der WM 2014 die Tickets für Rio bereits in der Tasche, ebenso Großbritannien und die Niederlande, deren Team in Blair Castle Platz vier belegte (213,3). Damit darf sich als zweite Nation Schweden auf einen Olympiastart freuen. Mit 284,8 Minuspunkten belegte das Team um die Olympiasilbermedaillengewinnerin von London, Sara Algotsson-Ostholt, den fünften Platz.

Fünf deutsche Paare unter den ersten Zehn
Während Jung mit seinem erst achtjährigen Angloaraber fischerTakinou als Einziger mit seinem Dressurergebnis von nur 33,5 Minuspunkten beendete, waren es bei seinen Kollegen ein paar Punkte in der Dressur hier, ein paar Zeitfehler im Gelände dort, die am Ende für einen Medaillenplatz fehlten.



Michael Jung mit fischerTakinou


Oder gar zum Sieg wie bei Sandra Auffarth, die mit Opgun Louvo vor der Dressur zunächst vor Jung gelegen hatte. Im Gelände wurde sie allerdings wegen Reparaturarbeiten an einem Hindernis aufgehalten und am Ende standen 11,2 Minuspunkte für Zeitüberschreitung auf dem Zettel. „Gefühlt war ich schneller“, sagte die Weltmeisterin, die am Ende mit 42,6 Minuspunkten die Silbermedaille gewann.



Sandra Auffarth mit Opgun Louvo


Keine Chance, in die Zeit zu reiten hatte Ingrid Klimke, bei der sich das Geläuf nach dem Dauerregen anfühlte „als hätte es Saugnäpfe“. Dennoch war die Reitmeisterin zufrieden, dass ihr Horseware Hale Bob fit und ohne Hindernisfehler ins Ziel gekommen war. Mit 46,6 Minuspunkten wurde sie Fünfte.



Ingrid Klimke mit Horseware Hale Bob


Auch „Pathfinder“ Dirk Schrade, der am Geländetag den Auftakt für die Mannschaft gemacht hatte, hatte Zeitfehler in Kauf nehmen müssen, vor allem da sein Hop and Skip unterwegs ein Eisen verloren hatte. Mit 48,3 Minuspunkten belegte er Platz sieben.



Dirk Schrade mit Hop and Skip


Einen gewaltigen Sprung nach vorne machte Einzelreiter Peter Thomsen (Lindewitt) mit Horseware’s Barny. Der zweimalige Mannschafts-Olympiasieger war nach seiner Dressur etwas enttäuscht, machte jedoch mit einer guten Geländerunde und einem fehlerfreien Springen 24 Plätze gut und landete schließlich noch in den Top Ten.



Peter Thomsen mit Horseware's Barny


Als einzige deutsche Reiterin musste sich Bettina Hoy (Rheine), die 1982 ihr erstes Championat für Deutschland bestritt und seit 2007 erstmals wieder in ein EM-Aufgebot berufen wurde, im Gelände 20 Strafpunkte für einen Vorbeiläufer an einer Doppelecke anrechnen lassen. „Er hat gar nicht realisiert, dass er die zweite auch noch springen soll“, sagte sie. Mit einer sicheren Nullrunde fand auch ihr EM-Auftritt ein versöhnliches Ende, auch wenn sie mit 89,1 Minuspunkten nicht über Platz 34 hinaus kam.



Bettina Hoy mit Designer


Insgesamt traten 64 Paare zum Gelände an, das sich anders als die aus Deutschland bekannten Strecken durch seine hügelige Trasse mit vielen Bergauf- und vor allem steilen Bergabpassagen, Bodenwellen und zahlreichen Tiefsprüngen auszeichnete. Wer nicht absolut im Gleichgewicht saß, konnte sich unversehens auch am Boden wiederfinden, vor allem eine Kombination am Steilhang forderte ihren Tribut und wurde nach der Hälfte der Starter entschärft, indem das B-Element aus dem Kurs genommen wurde. Am Ende des Tages blieben noch 45 Paare in Wertung und der Dank des Parcourschefs Ian Stark galt den deutschen Reitern: „Ich bedanke mich bei den Deutschen, die gezeigt haben, dass sich meine Strecke auch stilistisch gut reiten lässt.“

Bericht: Uta Helkenberg / FN-PRESS
Bilder: Ingo Wächter / Jon Stroud



13/09/2015

FEI-TV: der Finaltag






12/09/2015

Deutsche Mannschaft baut Führung aus


Mit einem komfortablen Vorsprung führt die deutsche Mannschaft nach dem Geländetag der Europameisterschaften in Blair Castle die Mannschaftswertung an und darf darauf hoffen, morgen die Medaillen aus der Hand der englischen Königin in Empfang zu nehmen. In der Einzelwertung ist Michael Jung seinem dritten Europameistertitel in Folge ein Stückchen näher gerückt.



Auf dem Weg zur Titelverteidigung: Michael Jung / Foto: Jon Stroud


Wie angekündigt, begann und endete der Geländetag in Blair Castle bei strömendem Regen. Bei noch verhältnismäßig guten Bedingungen machte sich Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Hop and Skip für die deutsche Mannschaft auf den Weg durch den rund 5.900 Meter langen Geländekurs. Bis auf zwei etwas „brenzlige“ Momente am ersten und dritten Wasserhindernis kam er fehlerfrei und mit einer guten Zeit ins Ziel. Da Hop and Skip unterwegs ein Eisen verloren hatte, ließ er es am Ende ruhiger angehen. "Trotz seiner etwas komischen Art zu springen, hat er hier seine Klasse und Erfahrung bewiesen. Ich hatte im Grunde immer ein gutes Gefühl", so Schrade. Mit einem Zwischenstand von 48,3 Minuspunkten rückte er auf Platz acht vor.



Dirk Schrade mit Hop and Skip / Foto: Ingo Wächter


Kopfschüttelnd beobachten viele Briten den Auftritt des Phänomens Michael Jung, der eine Woche nach seinem Burghley-Sieg mit seinem erst achtjährigen fischertakinou als einer von nur drei Reitern ohne Hindernis- und Zeitfehler ins Ziel ritt. „An manchen Stellen musste ich ihn schon unterstützen, da fehlt ihm noch Erfahrung“, sagte Jung, die Bilanz über sein Pferd insgesamt lautete allerdings. „Er war genial. FischerTakinou hat von Anfang an super mitgekämpft, das ist beeindruckend für ein erst achtjähriges Pferd.“ „Der flitzte hier rüber als sei es eine Geländepferdeprüfung“, bestätigte auch der Bundestrainer. Es blieb beim Dressurergebnis von 33,5 Minuspunkten, womit der Titelverteidiger die Spitze übernahm und auch nicht wieder abgab.



Michael Jung mit fischerTakinou / Foto: Ingo Wächter


Der Ritt von Sandra Auffarth und Opgun Louvo währte zunächst nur kurz. Nach dem ersten Anstieg wurde sie angehalten, da beim Sturz der Schweizer Reiterin Camille Guyot vor ihr der Sicherheitspin gebrochen war und das Hindernis – der Birkenoxer – neu installiert werden musste.



Sicherheitspin am Birkenoxer / Foto: Ingo Wächter


„Wir wurden zuvor noch nie im Gelände gestoppt, das war eine neue Erfahrung für uns. ‚Wolle‘ hat sich nach mir umgedreht, als wollte er sagen: ‚Hä, warum halten wir hier?‘ Aber mein Pferd war der Hammer, er ist ganz ruhig geblieben. So hat der Ritt auch bei diesem Wetter Spaß gemacht“, berichtete die Weltmeisterin. Sie habe aber ausreichend Zeit gehabt, sich wieder aufzuwärmen und beendete die Strecke dann ohne weitere Beeinträchtigung. Allerdings wurden dem Paar 11,2 Strafpunkte für Zeit angerechnet. „ Ich war gefühlt deutlich schneller“, sagte Auffarth. „Ein bisschen Erfahrung habe ich ja auch.“ Am Ende blieb es allerdings bei 42,6 Minuspunkten und damit Platz zwei vor dem abschließenden Springen.



Sandra Auffarth mit Opgun Louvo / Foto: Ingo Wächter



Sandra Auffarth mit Opgun Louvo / Foto: Jon Stroud


Keine Chance mehr, in die erlaubte Zeit zu reiten, hatten die letzten Reiter, da sich die Bodenverhältnisse im Laufe des Tages zunehmend verschlechterten. Das bekam nicht nur Einzelreiter Peter Thomsen (Lindewitt) zu spüren, der allerdings mit Horseware’s Barny trotz Zeitfehlern 22 Plätze nach oben klettern konnte (57,7).



Peter Thomsen mit Horseware's Barny / Foto: Ingo Wächter


„Der Boden hat sich angefühlt wie Saugnäpfe, vor allem im ersten bergigen Teil der Strecke. Ich habe versucht, dem so gut wie möglich auszuweichen, hatte aber keine wirkliche Chance“, sagte Ingrid Klimke, die sich sehr stark an die Bodenverhältnisse bei den Weltreiterspielen in Caen erinnert fühlte. „Insofern bin ich froh, nicht Escada hier nicht zu reiten. Zwei Mal nacheinander braucht man das nicht.“ Auf Empfehlung von Bundestrainer Chris Bartle ließ sie ihren Hale Bob so galoppieren, wie er es von selbst anbot. „Insofern war ich sehr zufrieden, dass er so frisch ins Ziel kam.“ Mit 46,6 Minuspunkten rangiert sie vor dem Springen auf Platz sechs.



Ingrid Klimke mit Horseware Hal Bob / Foto: Ingo Wächter


„Wir haben wirklich ein tolles Team. Vor allem die geschlossene Leistung hat mich selbst überrascht“, sagte Bundestrainer Hans Melzer. Mit fünf fehlerfreien Runden - lediglich Bettina Hoy kassierte mit Designer einen Vorbeiläufer an den Doppelecken im Stadion („Er hat wohl gar nicht realisiert, dass er nochmal springen sollte“) – waren die deutschen Reiter im Mutterland der Vielseitigkeit und trotz des schlechten Wetters eine Klasse für sich.



Bettina Hoy mit Designer / Foto: Ingo Wächter


So gut lief es bei Weitem nicht für alle. Die Briten mussten am Ende auf ihren Frontmann William Fox-Pitt verzichten, der mit Bay My Hero nach zwei Verweigerungen aufgab. Mit 169,3 Minuspunkten rangieren die Gastgeber dennoch auf Platz zwei – mit über 45 Punkten Abstand auf das führende deutsche Team (122,7) und vor den drittplatzierten Franzosen (179,7).

Beste britische Reiterin war die als Einzelreiterin startende Izzy Taylor, die wie Jung ohne Strafpunkte ins Ziel kam, und damit Platz drei im Zwischenstand belegt (44,0).



Izzy Taylor / Foto: Jon Stroud


Von 64 ins Gelände gestarteten Reitern beendeten 45 den Kurs. Insgesamt wurden 14 – glimpfliche verlaufene – Stürze gezählt, bei den meisten (11) mussten die Reiter unfreiwillig den Sattel verlassen. Vor allem die an einen steilen Abhang gebaute Kombination 21AB und 22 – benannt nach den schottischen Spezialitäten Haggis, Neeps und Tatties –brachte Pferde und vor allem Reiter aus dem Gleichgewicht. Daher entschlossen sich Parcourschef und Veranstalter, nachdem Bodenarbeiten alleine nicht halfen, aus Sicherheitsgründen das mittlere Element (21B) aus der Strecke zu nehmen.

Bericht: Uta Helkenberg / FN-PRESS
Bilder: Ingo Wächter / Jon Stroud









11/09/2015

Deutsche Mannschaft führt nach Dressur


Sandra Auffarth Nummer eins in der Einzelwertung

Bei den Vielseitigkeits-Europameisterschaften im schottischen Blair Castle haben die deutschen Reiter nach der Dressur die Führung vor den Teams aus Großbritannien und Frankreich übernommen. „Das ist hier zwar definitiv kein Dressurturnier, aber mit drei Deutschen unter den ersten Zehn können wir sehr zufrieden sein", sagte Bundestrainer Hans Melzer schmunzelnd.




“Just a perfect day” –passender hätten die Organisatoren die Hintergrundmusik für Sandra Auffarths Dressur kaum wählen können. „Opgun Louvo war brillant“, lobte die Weltmeisterin ihren Fuchswallach. „Vor Aachen war er immer so halb im Training und hat danach einen unheimlichen Schub gemacht. Wir haben weiter an der Dressur gearbeitet und auch am Springen, dass er nicht mehr ganz so übermotiviert ist wie in Aachen. Er fühlte sich super an.“ Von sich selbst war sie hingegen „überrascht, dass ich so ruhig war.“



Sandra Auffarth mit Opgun Louvo / Foto: Ingo Wächter


Beides zahlte sich aus: Mit nur 31,4 Minuspunkten brachte Sandra Auffarth nicht nur die deutschen Mannschaft in Führung, sondern übernahm auch in der Einzelwertung Platz eins vor der Britin Holly Woodhead mit DHI Lupinson (31,7) sowie ihrem Teamkollegen Michael Jung (Horb), der mit seinem erst achtjährigen Pferd fischerTakinou mit 33,5 Minuspunkte erzielte und damit Rang drei belegt.



Sandra Auffarth mit Opgun Louvo / Foto: Jon Stroud


Dieses Ergebnis konnte auch Ingrid Klimke nicht toppen. Sie landete mit Horseware Hale Bob mit 37,8 Minuspunkten den achten Platz. „Heute morgen habe ich noch gesagt: Bobby, sei mir bitte nicht böse, aber trabe doch wie Escada“, sagte sie. „Das mit dem Traben hat ja auch geklappt, aber Hale Bob hat nun mal einen eher rationellen Galopp.



Ingrid Klimke mit Horseware Hale Bob / Foto: Ingo Wächter


Der kommt ihm dafür morgen im Gelände zugute." Der elfjährige Oldenburger v. Helikon xx gewann im vergangenen Jahr das CCI4* in Pau und war in diesem Jahr Zweiter in Badminton. „Jetzt muss sich Bobby als Championatspferd beweisen, dass es sich für ihn gelohnt hat, sich nach vorne zu arbeiten.“



Ingrid Klimke mit Horseware Hale Bob / Foto: Jon Stroud


Mit den Ergebnissen von Auffarth, Jung und Klimke hat die deutsche Mannschaft 102,7 Minuspunkte auf dem Konto. Der vierte Mann, Dirk Schrade (Sprockhövel), der mit Hop and Skip auch beim morgigen Geländeritt den Anfang machen wird, lieferte in der Dressur mit 43,1 Minuspunkten das Streichergebnis und liegt damit aktuell auf Platz 24. Großbritannien folgt mit 112,5, dahinter rangiert Frankreich mit 115,2.

Etwas enttäuscht war Peter Thomsen (Lindewitt), der mit Horseware’s Barny als Einzelreiter an den Start ging. Er verlor nicht nur wegen eines versprungenen Galoppwechsels, sondern auch in der Schritttour Punkte und startet mit 47,3 Minuspunkten von Platz 34 – von 65 Startern – ins morgige Gelände.



Peter Thomsen mit Horseware’s Barny / Foto: Ingo Wächter


Bettina Hoy (Rheine), die sich nach 2007 erstmals wieder einen Platz in einem EM-Aufgebot erkämpfte und ebenfalls als Einzelreiter startet, belegt mit Designer mit 44,3 Minuspunkten Platz 28. Bei ihrem letzten Einsatz für Deutschland 2007 in Pratoni del Vivaro gewann sie Bronze in der Einzelwertung.

Beim Abgehen der Strecke werden sich einige ein bisschen an Italien erinnert fühlen, wo es stellenweise ebenso steil hinunter ging, wie jetzt in dem hügeligen Gelände von Blair Castle. „Ich war jetzt im Vorfeld alle fünf Tage am Berg galoppieren. Wir wussten ja, dass es hier ein hügeliges Gelände ist“, sagte Sandra Auffarth. Bei dem „Berg“ handelt es sich um ein vom Deutschen Olympiade Komitees angepachtetes Gelände in Altenberge bei Münster, wo unter anderem auch Ingrid Klimke trainiert. „Dort haben wir auch das Runtergaloppieren geübt. Bei der einen Steigung hier geht es ja richtig bergab. Aber Opgun Louvo ist grundsätzlich gut im Gleichgewicht“, sagte Auffarth.

„Alle Pferde sind topfit, wir sind gut vorbereitet und haben morgen hoffentlich einen guten Tag. Wir haben einen Plan, aber sind auch froh, dass wir noch andere Teams, wie zum Beispiel die Engländer vor uns haben, und beobachten können“, sagte Bundestrainer Hans Melzer.



Bundestrainer Hans Melzer blickt optimistisch in Richtung Samstag


Bericht: Uta Helkenberg / FN-PRESS
Bilder: Ingo Wächter / Jon Stroud



11/09/2015

FEI-TV: zweiter Dressurtag






10/09/2015

Bild des Tages

... weil er unermüdlich im Einsatz und dabei stets bestens gelaunt ist: Danke an Bundestrainer Chris Bartle! / Foto: Ingo Wächter





10/09/2015

1. Dressurtag: Guter Dressur-Start für deutsche Mannschaft


Es war ein guter Anfang für die deutschen Vielseitigkeitsreiter bei den Europameisterschaften im schottischen Blair Castle, auch wenn die deutsche Mannschaft nach der Hälfte der Dressur zunächst „nur“ auf Platz drei rangiert.



Nicht zu übersehen: die rot bejackten deutschen Teammitglieder / Foto: Ingo Wächter


Den Auftakt für die deutsche Mannschaft machte heute Dirk Schrade. Mit Hop and Skip als Erster fürs deutsche Team zu starten war für den 37-Jährigen „eine Herausforderung und Ehre, dass sie meinem Pferd und mir das zutrauen“, aber auch keine wirkliche Überraschung. Mit seiner Dressur war der Mannschaftsweltmeister – bis auf das erste Halten – sehr zufrieden. „Speziell die fliegenden Galoppwechsel haben gut geklappt. Sonst springt Hop and Skip immer ein bisschen um wie ein Pony, heute hat er sich richtig zusammengerissen“, sagte er lachend. Mit 43,9 Minuspunkten ordnete er sich am Ende des ersten Dressurtages auf Rang elf ein.



Dirk Schrade mit Hop and Skip / Foto: Ingo Wächter


Voll wurde es auf den Rängen und um das Viereck herum, als Michael Jung als zweiter deutscher Teamreiter mit seinem achtjährigen Nachwuchspferd fischerTakinou ins Dressurstadion einritt.



Michael Jung mit fischerTakinou / Foto: Jon Stroud


Die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Für eine gelungene Runde erhielt das deutsche Paar 33,5 Minuspunkte – das bislang beste Ergebnis des Paares. „In Strzegom (dort gewannen sie in diesem Jahr das CCI3*) waren es auch schon 34,8. Aber hier ist noch mehr Konkurrenz, es wird strenger gerichtet und die Atmosphäre ist natürlich anders. Es ist schon toll, wenn ein so junges Pferd seine Leistungen schon so konstant abrufen kann“, sagte Jung. Lediglich zwei kleine Schönheitsfehler – das Halten am Anfang war ein bisschen „verkorkst“ und einmal trat Takinou gegen die Rails“ – beeinträchtigen das Bild, das Jung durch mehrere Höhepunkte an anderer Stelle mehr als ausgleichen konnte. „Wenn wir die noch festigen können, dann haben wir ein super Pferd für die Zukunft“, prophezeite der frisch gebackene Burghley-Sieger.



Michael Jung mit fischerTakinou / Foto: Ingo Wächter


Den Schlusspunkt unter Tag eins der Europameisterschaften setzte Einzelreiterin Bettina Hoy (Rheine), die in Blair Castle ihr insgesamt 15. Championat für Deutschland bestreitet. Bereits 1982 vertrat sie erstmals bei den WM in Luhmühlen die deutschen Farben und schrieb 1997 mit dem Gewinn des ersten deutschen Einzeltitels der Nachkriegszeit Geschichte. Mit ihrem Westfalen Designer, mit dem sie in diesem Jahr bereits Platz fünf in Badminton belegen konnte, erzielte sie im Viereck ein Ergebnis von 44,3 Minuspunkten – Platz 13 im Zwischenstand.



Bettina Hoy mit Designer / Foto: Ingo Wächter


Tagessiegerin in der Einzelwertung ist nach der ersten Hälfte der 70 Starter allerdings nicht Jung, sondern die Jüngste im Starterfeld: die britische Teamreiterin Holly Woodhead mit DHI Lupinson, im vergangenen Jahr noch Vizeeuropameisterin der Jungen Reiter 2014, die in diesem Jahr ihr Debüt beim CICO3* Aachen gab, im Gelände allerdings ausschied.



Holly Woodhead mit DHI Lupinson / Foto: Jon Stroud


Mit nur 31,7 Minuspunkten rangiert sie im Zwischenstand vor Michael Jung und ihrer Landsfrau Nicola Wilson, die mit One Two Many mit 34,6 Minuspunkten für die ihre Mannschaft punktete. Das britische Team führt zur Dressur-Halbzeit mit 71,5 Minuspunkten vor Frankreich (75,5) und Deutschland mit 76,6 Minuspunkten.



v.l.: Holly Woodhead, Michael Jung, Nicola Wilson / Fotos: Ingo Wächter


Morgen starten für Deutschland noch Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo um 12.13 Uhr, Einzelreiter Peter Thomsen (Lindewitt) mit Horseware’s Barny um 14.08 Uhr sowie als Schlussreiterin des Teams Ingrid Klimke (Münster) mit Horseware Hale Bob um 15.46 Uhr.

Bericht: Uta Helkenberg / FN-PRESS
Bilder: Ingo Wächter / Jon Stroud



10/09/2015

FEI-TV: erster Dressurtag






10/09/2015

Etwas Vorfreude gefällig?






09/09/2015

Alle deutschen Pferde durch die Verfassung


70 Paare bewerben sich in Schottland um den Titel des Europameisters Vielseitigkeit



Die EM wurde lange Zeit von den Briten dominiert und der Wunsch in Blair Castle einen Heimsieg zu sehen ist riesig. Hier: Nicola Wilson/GBR mit One Two Many


Vor der malerischen Kulisse des weißen Blair Castle im schottischen Hochland haben heute die Europameisterschaften der Vielseitigkeitsreiter begonnen. 71 Pferde wurden der Jury zur ersten Verfassungsprüfung vorgestellt, von denen 70 – darunter auch alle sechs deutschen Pferde - das „Passed“ für den Start bekamen.

Von den sechs deutschen Reitern „trabten“ aber nur fünf selbst ihre Pferde vor den Richtern vor. Titelverteidiger Michael Jung, der sich beim CCI4* Burghley bei einem Ausrutscher im Wasser mit fischerRocana FST eine Zerrung am Fußgelenk zugezogen hat, ließ sein Europameisterschaftspferd fischerTakinou von Pflegerin Julia Harsch vorstellen. „Reiten geht gut, Laufen weniger“, erklärte sein Vater und Trainer Joachim Jung. Dass das sogar sehr gut klappt, hatte Jung ja bewiesen, indem er nach dem unglücklichen Start in Burghley mit seinem zweiten Pferd La Biosthetique Sam unangefochten zum Sieg ritt. „Zum Glück hat

In Blair Castle werden Jung und sein Nachwuchspferd an zweiter Stelle für die deutsche Mannschaft antreten. Den Beginn macht Dirk Schrade (Sprockhövel), der damit auch der erste Deutsche ist, der morgen Vormittag um 11 Uhr Ortszeit auf Viereck geht. Jung folgt im 14.40 Uhr, außerdem wird auch Einzelreiterin Bettina Hoy (Rheine) mit Designer bereits am Donnerstag starten: 16.18 Uhr. Am Freitag folgen dann Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo um 12.13 Uhr, Einzelreiter Peter Thomsen (Lindewitt) mit Horseware’s Barny um 14.08 Uhr sowie als Schlussreiterin des Teams Ingrid Klimke (Münster) mit Horseware Hale Bob um 15.46 Uhr.

Bericht: Uta Helkenberg / FN-PRESS
Bild: Jon Staud



08/09/2015

Melzer benennt deutsche Teamreiter


Bundestrainer setzt auch in Schottland auf das Goldteam von Caen

Die deutschen Vielseitigkeitsreiter sind startklar für ihren Auftritt bei den Europameisterschaften, die ab Donnerstag vor der Kulisse des Blair Castle im schottischen Hochland ausgetragen werden.

Inzwischen sind alle sechs deutschen Reiter vor Ort. Während sich Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo, Bettina Hoy (Rheine) mit Designer, Ingrid Klimke (Münster) mit Horseware Hale Bob, Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Hop and Skip sowie Peter Thomsen (Lindewitt) mit Horseware’s Barny eine Woche lang im Yorkshire Riding Centre von Bundestrainer Chris Bartle auf die EM vorbereitet haben, stieß Titelverteidiger Michael Jung (Horb) aus erst seinem Auftritt in Burghley dazu, wo er am Wochenende als erster deutscher Sieger des britischen Vielseitigkeits-Klassikers Geschichte geschrieben hat. Während sein Toppferd La Biosthetique Sam nun die verdiente Pause genießt, wird Jung bei den Europameisterschaften sein Nachwuchspferd fischerTakinou satteln.

Wer von den sechs Paaren die deutschen Farben in der Teamwertung vertreten wird, muss offiziell erst nach der Verfassungsprüfung am Mittwoch bekannt gegeben werden. Dennoch hat Bundestrainer Hans Melzer seine Mannschaft bereits geplant. Wenn nicht mehr dazwischenkommt, soll das Goldteam der Weltmeisterschaften in Caen auch in Schottland in der Mannschaftswertung starten. Den Anfang wird Dirk Schrade machen, gefolgt von Michael Jung und Sandra Auffarth. Ingrid Klimke, frisch gebackene Siegerin der FEI Classics Serie, startet als Schlussreiterin.

Bericht: Uta Helkenberg / FN-PRESS









German Eventing